Coronavirus 1. März – Ein paar Gedanken

Die Zahl der Erkrankten steigt, nicht nur in Italien, das Virus breitet sich weltweit aus, war im Grunde doch zu erwarten. Wie beeinflusste es aber unser Leben? Hier im Veneto bleiben die Schulen noch eine weitere Woche geschlossen. Die größte Möbelmesse „Salone del Mobile“ in Mailand wurde auf Juni verschoben. Smart Working ist in aller Munde und Unterricht übers Netz wird Alltäglichkeit. In der Umgebung haben einige Lokale ihren Betrieb vorübergehend geschlossen, da es einen starken Rückgang an Gästen gibt. Rückgang haben auch die Hotelbuchungen. Auch auf den Straßen sieht man weniger Leute, ein komisches Schauspiel. Museen sollen vorwiegend weiterhin geschlossen bleiben, keine Messen in den Kirchen, auch keine Konzerte oder Theateraufführungen sowie Sportveranstaltungen mit Publikum. Das soziale Leben wird auf dem Kopf gestellt. Vo’ ist weiterhin isoliert, niemand kann rein und niemand kann raus. Und ober drein, will uns kein Land mehr, als hätten wir die Pest.

Und: Periodo del Coronavirus. Diese Bezeichnung hab ich jetzt schon ein paarmal gelesen. Kommt das Virus jetzt immer wieder, wie eine Jahreszeit?

Eine Frage stell ich mir jedoch immer wieder: Wird sich unser Verhalten gegenüber unseren Mitmenschen ändern? Für uns in Italien ist es natürlich bei der Begrüßen jemand zu umarmen und auf die Wangen zu küssen. Auch im beruflichen Umfeld ist es üblich, wenn Frau und Mann ein gutes Geschäftsverhältnis aufgebaut haben, neben das Händeschütteln auch ein Küsschen rechts und ein Küsschen links folgt, jetzt aber absolut nicht ratsam. Die Hand darf man sich ja auch nicht mehr beim Begrüßen geben: Ansteckungsgefahr. Werden wir noch außer Hause gehen? Wenn wir jetzt von zu Hause aus arbeiten können, unsere Kinder nicht mehr in die Schule müssen, da man jetzt virtuellen Unterricht bekommt, die Videospiele sind jetzt schon jetzt vernetzt. Kopfhörer und Mikrofon und schon kann man mit mehreren Freuden gemütlich von zu Hause aus spielen. Gekauft wird eh alles schon per Internet, fehlt nur mehr der Replikator von Star Trek und wir müssen unser Heim nie mehr verlassen.

Aber es gibt auch gute Nachrichten: Das Krankenhaus in Schiavonia ist ab dem 6. März wieder für seine Patienten offen und VinItaly wird nicht verschoben. Am 19. April werden die Gläser in Verona gehoben!

5 Gedanken zu “Coronavirus 1. März – Ein paar Gedanken

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